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Nahrath, Wolfram

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1994 verbot der Bundesminister des Innern die neonationalsozialistische Vereinigung Wiking-Jugend (WJ), eine Imitation der Hitler-Jugend (HJ). Letzter Bundesführer der WJ war Wolfram Nahrath. Die vorigen WJ-Bundesführer waren sein Vater Wolfgang und sein Großvater Raoul.

Nahrath betreibt eine Anwaltskanzlei in Berlin-Weißensee. Er ist Mitglied der NPD. Auf dem 28. ordentlichen NPD-Bundesparteitag im März 2000 wurde Nahrath zum Vorsitzenden des Bundesschiedsgerichtes der Partei gewählt. 2006 vertrat er den Bandleader der rechtsextremen Skinheadband Race War, als dieser sich wegen des Vorwurfs der Bildung einer kriminellen Vereinigung vor dem Stuttgarter Landgericht verantworten musste.

Als Referent tritt Nahrath seit Jahren beim NS-apologetischen „Freundeskreises Ulrich von Hutten“in Erscheinung. 2006 referierte er bei dessen „31. Gästewoche“ über „Das Ringen der germanischen Seele im christlichen Abendland“. 2007 forderte Nahrath vor diesem Kreis, so ein Bericht in den Huttenbriefen für Volkstum, Kultur, Wahrheit und Recht, „eine Ehrenerklärung für den deutschen Soldaten, die als Fanal für die ganze Welt das lügenhafte Bild von den angeblichen Verbrechen der Deutschen Wehrmacht zum Einsturz bringen würde“.

Aktiv ist Nahrath auch für die eng mit dem Freundeskreis Ulrich von Hutten verbundene Notgemeinschaft für Volkstum und Kultur e.V., einer ? laut Eigendarstellung ? „Gemeinschaft der aufrechten Deutschen zur Verwertung testamentarischer Hinterlassenschaften und Vermögenswerte“. Wer beabsichtigt, „zugunsten der Förderung deutschen Lebens eine testamentarische Verfügung zu treffen“, möge sich, so die „Huttenbriefe“, an Nahrath wenden. Vorsitzende beider Vereine ist Lisbeth Grolitsch, ehemals „Gau-Unterführerin“des Bundes Deutscher Mädel (BDM).

Mehrfach führte Nahrath in den vergangenen Jahren durch das Programm des „Märkischen Kulturtages?. Diese konspirativ durchgeführten Veranstaltungen werden gemeinsam von der Gemeinschaft Deutscher Frauen (GDF), der Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) und der Berliner Kulturgemeinschaft Preußen (BKP; früher: Deutsche Kulturgemeinschaft Berlin) durchgeführt. In den 90er Jahren engagierte sich Nahrath stark für die 1983 von oppositionellen Berliner NPD-Mitgliedern gegründete BKP.

Die Geburt seiner Kinder gab Nahrath in der Nordischen Zeitung bekannt, dem Sprachrohr der rassistischen Artgemeinschaft unter Führung von Jürgen Rieger.

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