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NPD-Mandatsträger in Kommunalparlamenten – Erfahrungen aus dem Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern

Die NPD ist seit Beginn der 1990er Jahre in Mecklenburg-Vorpommern aktiv und hatte bereits in dieser Zeit eine enge Verbindung zur militanten neonazistischen Szene. Anders als bei der DVU und den REPublikanern gelang es der NPD als einziger Partei des rechten Spektrums im Land, ansatzweise funktionierende Strukturen aufzubauen. Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern verfügte im Herbst 2006 über etwa 250 Mitglieder ? angesichts von knapp 1000 Personen ohne Parteibindung, die dem rechtsextremen Spektrum zugerechnet werden, verdeutlicht diese Zahl, dass die Partei keinen Führungsanspruch innerhalb des rechtsextremen Lagers an der Küste für sich reklamieren kann. Sie ist in Mecklenburg-Vorpommern darauf angewiesen, sich mit den Kameradschaften, mit deren Bündnissen und mit anderen Gruppierungen, die das rechtsextremistische Lager prägen, zu arrangieren.

Der Beitrag erschien in „Rechtsextremismus in Brandenburg: Handbuch für Analyse, Prävention und Intervention“, Julius H. Schoeps, Gideon Botsch, Christoph Kopke, Lars Rensmann (Hg), Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2007.

Der Beitrag wurde uns freundlicherweise von den Herausgebern zur Verfügung gestellt.

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