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01. Oktober 2008 … Nach dem Rechten sehen

Neonazi-Liedermacher lässt sich nieder, Brandenburg diskutiert über Rechtsextreme und „Thor-Steinar“-Läden sorgen für Proteste

 

Die tägliche Presseschau von Netz-gegen-Nazis.de

Brandenburg hat gewählt, jetzt geht es in die Analyse. 21 Prozent hat die NPD in Werder bekommen, berichtet die Süddeutsche Zeitung und hat sich dort umgeschaut. Das Brandenburger Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus will derweil seine Arbeit intensivieren. Das Wahlergebnis bestätige die „Notwendigkeit, im Kampf gegen rechtsextremistische Bestrebungen, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit nicht nachzulassen“, erklärte die Vorsitzende des Aktionsbündnisses gegenüber der taz.

Die Region um Rothenburg/ Tauber ist ein schönes Fleckchen Bayern. Das hat sich wohl auch der rechtsextreme Liedermacher Frank Rennike gedacht und sich mitten in der Gemeinde Insingen ein Zweithaus zugelegt. Jetzt wird es mit ?Kameraden? renoviert. Im Ort stört das erstmal niemanden, berichtet das Hohenloher Tagblatt.

Besonders viele Jugendliche haben in Österreich die rechtsextremen Parteien gewählt. Jetzt.de zeigt auf, wie es dem rechten Populisten Heinz-Christian Strache gelungen ist, an die Jugendkultur anzudocken.

Mitten in der Hamburger Innenstadt verkauft der ?Brevik?-Laden die bei Neonazis beliebte Marke ?Thor-Steinar?. Der Vermieter ? die HSH-Nordbank? sagt, sie hätte davon vorher nichts gewusst. Die taz berichtet über den bevorstehenden Rechtsstreit. ?Thor-Steinar? ist auch in Hoyerswerda umstritten, dort klärt eine Initiative über die Neonazis-Mode auf. Über die Reaktionen berichtet die Lausitzer Rundschau.

In Zürich geht die Auseinandersetzung um den ehemaligen NPD-Funktionär weiter. Der rechtsextreme Arzt war zurückgetreten, nachdem sein Engagement bekannt geworden war. Die Neue Züricher Zeitung berichtet jetzt, der Schweizer Geheimdienst habe die Züricher Behörden vorab informiert.

Gegenaktivitäten

In König Wusterhausen (Brandenburg) will am Wochenende die NPD marschieren, der Ort bereitet sich darauf vor, berichtet die Märkische Allgemeine.

„Null Toleranz für Nazistrukturen“ – unter diesem Motto demonstrierten rund 300 Menschen in Neumünster gegen den bundesweit bekannten Neonazi-Treff Club 88, berichtet die Schleswig-Holsteinische Zeitung.

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