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05. Dezember 2008 … Nach dem Rechten sehen

Studie „Deutsche Zustände“ vorgestellt, Aachen plant Aktionen gegen Neonazis und neue Koordinationsstelle in München gegen Rechtsextremismus.

 

Die tägliche Presseschau von Netz-gegen-Nazis.de

Mehr Nationalstolz und mehr Islamfeindlichkeit – in Deutschland existieren immer noch harsche Vorurteile. Gerade der Nationalstolz kann jedoch auch negative Konsequenzen haben, berichtet die taz über die Studie „Deutsche Zustände“. Über die Vorstellung der Studie gestern in Berlin berichten auch der Tagesspiegel und die Badische Zeitung.

War er ein Nazi oder war ers nicht? Eine deutsch-französische Musikakademie hat Fördergelder der Hamburger Toepfer-Stiftung abgewiesen – mit Verweis auf die zweifelhafte Vergangenheit des Stifters. Was sie nicht wusste: Die Stiftung hat die Vergangenheit Toepfers bereits beleuchtet, berichtet die taz.

Mit Farbbeuteln haben Unbekannte das Wohnhaus des Versammlungsbehörden-Chef Joachim Haß angegriffen. Flugblätter deuten daraufhin, dass die Angreifer aus der linken Szene stammen. Hintergrund sei offenbar die geplante Neonazi-Demo am Sonnabend in Berlin-Lichtenberg, berichtet der Tagesspiegel.

Ein breites bürgerliches Bündnis will an Heiligabend das klare Signal aussenden, dass Nazis in Aachen unerwünscht sind. Eine große Gegendemonstration wie zuletzt am 8. November wird es jedoch am 24. Dezember nicht geben, berichten die Aachener Nachrichten.

Stolberg plant für den 4.April 2009 eine Demonstration unter dem Motto: „Gemeinsam auf die Straße für ein nazifreies Stolberg“. Den Tag versuchen Rechtsextreme seit einem Jahr für sich zu instrumentalisieren, nachdem ein junger Mann nach einer Auseinandersetzung starb, den sie der rechtsextremen Szene zuordnen, berichtet die Aachener Zeitung. „Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, weitere Zeichen gegen rechtsradikale Tendenzen in unserer Stadt zu setzen“.

Die Stadt München will dem Rechtsradikalismus künftig wirksamer begegnen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Stadt wird dazu eine Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus einrichten, die unmittelbar dem Oberbürgermeister unterstellt ist.

Der Verein „Rheinhessen gegen Rechts“ fordert von Unileitung und politischen Hochschulgruppen stärkeres Engagement für die Initiative „Nazifreie Uni“, berichtet das Portal der Main-Rheiner. „Ich erwarte eine Reaktion der Unileitung, aber auch der politischen Hochschulgruppen“, sagte Roland Schäfer, Vorsitzender des Vereins. „Wir wollen an der Uni und in der Gesellschaft keine Nazis.“

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