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08.05.2009 … Nach den Rechten sehen

Gericht: Stadt darf nicht auf Homepage aufrufen, keine rechtsextremen Parteien zu wählen. Nazis versuchen, Hardcore-Kultur rechts zu besetzen. Hilflosigkeit im Umgang mit Nazi-Demos nimmt zu.

 

Die tägliche Presseschau von netz-gegen-nazis.de

Verwaltungsgericht Meiningen: Stadt Hildburghausen darf nicht auf ihrer Homepage dazu aufrufen, bei den bevorstehenden Kommunalwahlen keine rechtsextreme Partei zu wählen! (Haufe.de)

Nazis versuchen nicht unerfolgreich, mit der rechtsextremen Besetzung des Begriffes Hardcore eine eine originär antirassistische Jugendkultur zu okkupieren (Jungle World).

Fürstenzell: Bürgermeister ruft auf, die NPD durch eine „Geisterstadt“ demonstrieren zu lassen – Kriegerdenkmal wird verhüllt, Plakate als Protest (Passauer Neueste Nachrichten). Ähnliches plant Demmin (Nordkurier).

Landgericht Magdeburg: NPD darf Grünen-Stadtrat nicht „Oberhetzer“ nennen – ehrverletzend (Ad-Hoc-News)

Nach den Krawallen in Dortmund: Alle Ratsparteien (bis auf die DVU) verabschieden Resolution gegen rechte Gewalt und wollen Verbot des Naziaufmarsches im September (Der Westen).

Politikwissenschaftler untersucht Zusammenhang zwischen Ultrà-Kulturen und Rechtsextremismus im deutschen und italienischen Fußball und erklärt im Interview, wie Fankultur rechts oder links wird (Ballerster.de).

NPD in NRW in Zahlen (Kölnische Rundschau).

Neues Buch erzählt die Biographie von Popstar Billy Joel, dessen Familie als jüdische Deutsche 1938 aus Deutschland flohen und der persönlich auch in den USA viel Antisemitismus erlebt hat (BR online).

Proteste gegen „Anti-Islamisierungskongress“ in Köln: Polizei will hart durchgreifen (taz).

Gruselig: Die Augsburger Allgemeine berichtet über eine CDU-Veranstaltung in Landsberg unter dem Motto „Informieren statt demonstrieren“, bei der bei der Diskussion um das Für und Wider einer Gegendemonstration u.a. geäußert wird: „Nichts machen außer Schaufenster verdunkeln kommt billiger.? oder „Der Bürgerwiderstand gegen einen Naziaufmarsch sei unbedingt notwendig, erklärten Befürworter, denn die echte Gefahr für die Jugend sei die Ideologie.“ Und das die nicht geschätzt wird, merkt die Jugend ja am besten, wenn sich ihr keiner entgegenstellt, oder?

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