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1. September 2008…Nach dem Rechten sehen

Linke Hacker knacken Neonazi-Datenbank, CDU will angeblich doch nicht mit der NPD zusammenarbeiten, Anti-NPD-Demo in Eggenfelden

 

Die tägliche Presseschau von Netz-gegen-Nazis.de

Die Datenattacke dürfte die internationale Neonazi-Szene ins Mark treffen. Spiegel Online berichtet, dass linke Computerfreaks die Mitgliedsdaten der in Deutschland verbotenen Neonazi-Gruppierung „Blood & Honour“ von deren Server gestohlen und im Web veröffentlicht haben.

Letzte Woche war die Empörung groß: Ein CDU-Politiker aus Nordsachsen behauptete angeblich, er würde NPD-Anträge nicht grundsätzlich ablehnen. Sachsens CDU-Generalsekretär Kretschmer verurteilt nun, dass NPDler im Kreistag Nordsachsen Stimmen anderer Abgeordneter bekamen. Die CDU wird auf keiner Ebene NPD-Anträgen zustimmen, versichert er der Taz in einem Interview.

Vor wenigen Tagen demonstrierten Anhänger der rechtsextremen Partei NPD gegen den Bau eines Hindutempels in Neukölln. An der Spitze des Zuges stand Jörg Hähnel, Funktionär der NPD, der auch in Berlin aktiv ist. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, will er nun mit seiner Frau, Gründerin des „Rings Nationaler Frauen“ von Oberhavel nach Teltow-Fläming ziehen ? und löst damit Protest aus.

Gegenaktivitäten

Hunderte Menschen haben am Samstag mit einem bunten Fest im niederbayerischen Eggenfelden (Landkreis Rottal-Inn) gegen eine Versammlung der rechtsextremen NPD protestiert, so die tz. Unter dem Motto ?Eggenfelden ist bunt? wurde in der niederbayerischen Stadt ein großes Programm mit Musik, Reden und Theateraufführungen geboten.

Rund 250 Menschen haben am Freitagabend im oberfränkischen Gräfenberg gegen einen erneuten Aufmarsch der NPD demonstriert, schreibt der Nordbayerische Kurier.
Zur Veranstaltung hatten SPD und Freie Wähler aufgerufen. Unterstützt wurden sie vom Sportverein aus Weißenohe, der mit einem Solidaritäts- und Demokratiezug nach Gräfenberg zog.

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