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11.01.2010…Nach den Rechten sehen

1000 Erntehelfer müssen süditalienische Stadt verlassen, Urabstimmung über Uni-Umbenennung in Greifswald gestartet, Gutachten wirft Thilo Sarrazin Rassismus vor, Mitgliederzuwachs bei der NPD in MV? Polizeiaufgebot geht gegen Rechte vor, Platini fordert radikale Maßnahmen gegen Rassismus.

 

Die tägliche Presseschau von netz-gegen-nazis.de

Italienische Medien berichteten von einer wahren „Jagd auf Schwarze“. Mehr als 1000 Erntehelfer sind aus der süditalienischen Stadt Rosarno weggebracht worden, nachdem es in den vergangenen Tagen zu gewaltsamen Zusammenstößen mit Bewohnern und Polizisten gekommen war. Ausgelöst wurden die Unruhen offenbar durch Schüsse, die Unbekannte auf die Einwanderer abgefeuert hatten.(ard)

An der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald hat am Montag die Urabstimmung über eine mögliche Umbenennung begonnen. Bis zum Freitag sind rund 12 300 Studenten aufgerufen ihre Stimme abzugeben, teilte die Initiative „Uni ohne Arndt“ mit. Kritiker und Historiker lehnen den Namensgeber vor allem wegen dessenRassismus, Antisemitismus und Nationalismus
ab.(ostseeblick)

Im Streit um einen Parteiausschluss Thilo Sarrazin aus der Berliner SPD bringt ein neues Gutachten den früheren Berliner Finanzsenator in Bedrängnis. Darin wird dessen umstrittene Migranten-Kritik in zentralen Passagen als „rassistisch“ eingestuft.(sueddeutsche.de)

Lorenz Caffier, Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, ließ durchblicken, dass die NPD im vergangenen Jahr einen enormen Mitgliederzuwachs verzeichnen konnte. Von 400 Mitgliedern im Jahr 2007 konnte sich die NPD im vergangenen Jahr angeblich auf bis zu 700 Mitglieder steigern. Gleichzeitig forderte er ein Verbot der rechtsextremen Partei.(ENDSTATION RECHTS)

Geschätzte 50 Beamte haben Sonnabend auf Bitten der Stadt Zittau versucht, ein rechtsextremes Konzert in einem Privathaus zu unterbinden.(sz-online.de)

Michel Platini will dem Rassismus in Fußballstadien mit radikalen Maßnahmen begegnen. Man muss bei rassistischen Gesängen die Stadien schließen oder die Spiele abbrechen, es gibt keine andere Lösung, sagte der Präsident der Europäischen Fußball-Union.(11Freunde) Die Brisanz des Themas zeigt der Fall Mario Balotelli. Der farbige italienische U21-Nationalspieler wurde mehrfach von gegnerischen Fans rassistisch beleidigte und erhielt jetzt sogar Morddrohungen.(11Freunde)

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