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Presseschau … 25.02.2019

Ost-Bundesländer sind für Asylbewerber zehnmal gefährlicher +++ Rassistisch motivierte Straftaten nehmen in Brandenburg massiv zu +++ Schockierende Bilder aus Dortmunds „Nazi-Kiez“: Türkischer Comedian vor laufender Kamera von Rechtsextremisten attackiert +++ Sechs rechtsextreme Vorfälle bei Landespolizei MV +++ Thüringen: Bürgermeister druckt Nazi-Anzeige im Amtsblatt ab +++ „Hart aber fair“ löst mit Heimat-Thema Rassismus-Debatte im Netz aus +++ Sayn-Wittgenstein förderte rechtsextremen Verein +++ AfD-Parteitag: Weidel und Meuthen attackiern Radikale in der Partei +++ Alice Weidel nennt Spendenaffäre „lächerlich“ +++ „Die AfD ist in Gewerkschaften angekommen“ +++ Gauland spricht erstmals von Abschied aus der Politik +++ Wissenschaftlerin: AfD-Sprache zeigt Nähe zum Rechtsextremismus +++ „Abartig“: AfD-Entgleisung bei Debatte über Rechte von Intersexuellen +++ Antisemitismus in Sachsen-Anhalt: Anlaufstelle für Betroffene geplant +++ So kämpft der bayerische Staat gegen Antisemitismus +++ EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber fordert Europa-Pakt gegen Judenhass +++ Wie Neonazis in Dortmund ungestört leben können +++ Kommentar Rechte Intellektuelle: Heroismus mit Wurstplatte +++ Gegen „Identitäre Bewegung“: Mahnwache vor Burschenschaft in Greifswald +++ Expertin über Umgang mit Rechten: „Es gibt kein Patentrezept“ +++ Wie erzieht man Demokraten? +++ Strategien gegen Antisemitismus im Fußball: Klare Haltung der Vereine gefordert +++ Problem doch nicht unter Kontrolle: Facebook unterstützt Nazis als Werbezielgruppe +++ Ehemaliger Trump-Chefstratege Bannon: Total Loser

 

Ost-Bundesländer sind für Asylbewerber zehnmal gefährlicher

Der türkische Mitschüler, die italienische Eisdielen-Besitzerin, der Karnevalsprinz mit marokkanischen Wurzeln: In westdeutschen Städten leben Menschen verschiedener Herkunft seit Jahrzehnten zusammen. Dass diese Erfahrungen im Osten fehlen, hat Folgen.

 

Rassistisch motivierte Straftaten nehmen in Brandenburg massiv zu

Die Zahl rechtsextremer und fremdenfeindlicher Aktivitäten ist im vergangenen Jahr in Brandenburg deutlich gestiegen. Auch die Zahl rassistischer Straftaten geht nach oben. Dabei gibt es zwei regionale Schwerpunkte.

 

Schockierende Bilder aus Dortmunds „Nazi-Kiez“: Türkischer Comedian vor laufender Kamera von Rechtsextremisten attackiert

Vor einem Auftritt von Özcan Cosar im FZW Dortmund sprach der Radiosender Einslive mit dem türkischen Comedian über sein Leben als Türke in Deutschland und seine Erfahrungen mit Rassismus. Als Ort für das Interview wählten Reporter Hubertus Koch und Özcan Cosar im November 2018 den „Nazi-Kiez“, die Emscherstraße in Dortmund-Dorstfeld. Keine gute Idee.

 

Sechs rechtsextreme Vorfälle bei Landespolizei MV

Sechs Mal sollen Polizisten aus MV in den letzten Jahren mit rechtsextremen Aussagen oder Taten aufgefallen sein. Die Linke fordert jetzt eine Beschwerdestelle für anonyme Hinweise.

 

Thüringen: Bürgermeister druckt Nazi-Anzeige im Amtsblatt ab

Im Amtsblatt von Hildburghausen steht unkommentiert eine historische Nazi-Anzeige, die ein Bombardement der Alliierten als „Terrorangriff“ schmäht. Die Region hat mit Rechtsextremen schon länger Probleme.

 

„Hart aber fair“ löst mit Heimat-Thema Rassismus-Debatte im Netz aus

„Heimat Deutschland – nur für Deutsche oder offen für alle“ lautet der Titel des Montags-Talks.

 

Sayn-Wittgenstein förderte rechtsextremen Verein

Die ehemalige AfD-Vorsitzende in Schleswig-Holstein, Doris von Sayn-Wittgenstein, war nach Medieninformationen Fördermitglied des rechtsextremen Vereins „Gedächtnisstätte“. Das bestätigte der Verein der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

 

AfD-Parteitag: Weidel und Meuthen attackiern Radikale in der Partei

Es geht in Riss durch die Partei. Wie stark die Lager in der AfD sind, ließ beim Landesparteitag in Heidenheim ein Blick von der Empore des Martin-Hornung-Saals gut erkennen.

Als Bundesvorsitzender Prof. Dr. Jörg Meuthen in einem emotionalen Grußwort „eiserne Disziplin“ in der Landespartei und eine klare Kante gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsradikale in seiner Partei einforderte, herrschte am Samstag gegen 12.30 Uhr im Congress-Centrum eine Stimmung wie sonst in der Voith-Arena bei einem Torschuss: Tosender Applaus bei den knapp über 700 Mitglieder, doch an die 15 Prozent blieben ohne Regung auf ihren Plätzen sitzen.

 

Alice Weidel nennt Spendenaffäre „lächerlich“

Die AfD gerät immer tiefer in den Strudel einer handfesten Spendenaffäre. Die Fraktionsvorsitzende Weidel selbst sieht keinen Verstoß. Nur „recht viel Unerfahrenheit“.

 

„Die AfD ist in Gewerkschaften angekommen“

Der Arbeitssoziologe Klaus Dörre warnt vor einem Rechtsruck in Gewerkschaften und Betriebsräten.

 

Gauland spricht erstmals von Abschied aus der Politik

Es ist das erste Mal, dass AfD-Chef Alexander Gauland so deutliche Worte wählt, was die Zukunft seiner politischen Karriere angeht: In spätestens zwei Jahren sei Schluss, sagt er im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

 

Wissenschaftlerin: AfD-Sprache zeigt Nähe zum Rechtsextremismus

Die Sprache der AfD ist der Philologin Heidrun Kämper zufolge nicht provokativ, sondern antisemitisch, geschichtsvergessen und rechtsextrem. Das Menschenbild der AfD sei durchsetzt mit fremdenfeindlichen Denkfiguren.

 

„Abartig“: AfD-Entgleisung bei Debatte über Rechte von Intersexuellen

Die rheinland-pfälzische AfD-Abgeordnete Sylvia Groß sorgte bei einer Landtagsdebatte über „Konsequenzen aus der Einführung eines dritten Geschlechts im Personenstandsrecht“ für einen Eklat.

 

Antisemitismus in Sachsen-Anhalt: Anlaufstelle für Betroffene geplant

Sachsen-Anhalt will beim Thema Antisemitismus genauer hinschauen und Betroffenen gezielter helfen. Ziel sei eine Anlaufstelle für Betroffene, die Hilfe biete oder vermittle, sagte Wolfgang Schneiß, der seit gut drei Monaten Ansprechpartner des Landes für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus ist. Zudem sollten antisemitische Vorfälle unterhalb der Strafbarkeitsgrenze erfasst werden – möglichst nach bundeseinheitlichen Kriterien. Schneiß erarbeite in diesem Jahr Ideen für die künftigen Strukturen.

 

So kämpft der bayerische Staat gegen Antisemitismus

Erst am Dienstag war ein jüdischer Friedhof im Elsass geschändet worden. Antisemitismus nimmt wieder zu in Europa. Auch in Bayern ist diese Tendenz zu beobachten – der Staat kämpft dagegen an. Die Betroffenen wünschen sich vor allem eins: Normalität.

 

EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber fordert Europa-Pakt gegen Judenhass

Der Spitzenkandidat der konservativen EVP beklagt eine „schleichend wachsende Akzeptanz“ des Antisemitismus. Auch der Zentralratschef Josef Schuster sagt: „Juden sind beunruhigt und erschreckt.“

 

Wie Neonazis in Dortmund ungestört leben können

Im Norden von Dortmund lebt seit Jahren eine Zelle von Neonazis, ohne dass Bürger, Politiker oder Polizei etwas dagegen ausrichten. Wie kann das sein?

 

Kommentar Rechte Intellektuelle: Heroismus mit Wurstplatte

Wir haben ein Faszinationsproblem mit den Neurechten: Ihr heldenhafter Habitus ist nichts weiter als eine Pose, auf die keiner reinfallen sollte.

 

Gegen „Identitäre Bewegung“: Mahnwache vor Burschenschaft in Greifswald

Rund 150 Teilnehmer protestieren am Samstagabend auf dem Greifswalder Karl-Marx-Platz gegen den Vortrag von rechtsgerichtetem Österreicher.

 

Expertin über Umgang mit Rechten: „Es gibt kein Patentrezept“

Mit Rechten reden ist schwer, denn viele wollen keinen Dialog. Wie also geht man mit ihnen online, in der Familie und auf der Straße um?

 

Wie erzieht man Demokraten?

Demokratie will gelernt sein: Ein Bildungsfachgespräch an der Berliner Heinrich-Böll-Stiftung über Schule in Zeiten des Populismus.

 

Strategien gegen Antisemitismus im Fußball: Klare Haltung der Vereine gefordert

Judenhass im Fußball hat Tradition. Antisemitische Stereotype werden als Beleidigungen von rechten Fans aus den Kurven gebrüllt. Über Strategien gegen Antisemitismus haben Sportler bei der Konferenz „You’ll never walk alone“ in Frankfurt beraten.

 

Problem doch nicht unter Kontrolle: Facebook unterstützt Nazis als Werbezielgruppe

Wer auf Facebook mit Werbung Rechtsextreme erreichen will, hat es Anfang 2019 immer noch leicht. Denn das grösste soziale Netzwerk ermöglicht ein Targeting anhand von Begriffen wie „Heinrich Himmler“, den Namen von Neonazi-Bands oder Mussolinis Faschistischer Partei, berichtet die L.A. Times.

 

Ehemaliger Trump-Chefstratege Bannon: Total Loser

Der Ex-Breitbart-Chef Steve Bannon wollte einst Europa aufmischen. Passiert ist bislang ziemlich wenig.

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Mit ihrer neuesten Kampagne will „Ein Prozent“ offenbar Einfluss auf das Gewerkschaftsmillieu nehmen.

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Machtdemonstration, Überfälle und Mordanschläge: Der Dortmunder Stadtteil Dorstfeld ist eine Hochburg der rechtsextremen Szene und ein Beispiel dafür, was passiert, wenn Politik und Zivilgesellschaft dem rechten Treiben nicht von Anfang an entschlossen begegnen.

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