Weiter zum Inhalt

Presseschau … 19.02.2019

+++ Rassistische Gewalt gegen Kinder – Diskriminierung prägt fürs Leben +++ Die Reichsbürger-Szene wächst weiter +++ AfD-Revisionist kapert Bundeswehr-Magazin +++

Bad Belzig: Schon wieder Infocafé mit Nazi-Symbol beschmiert

Erneut ist das Infocafé „Der Winkel“ in Bad Belzig zum Ziel eines offenbar politisch motivierten Angriffs geworden. Mitarbeiter der multikulturellen Einrichtung entdeckten am Wochenende ein Runen-Graffito an der Hauswand. Es ist innerhalb kurzer Zeit die zweite Attacke auf den Verein.

 

Rassistische Gewalt gegen Kinder – Diskriminierung prägt fürs Leben

Innerhalb kurzer Zeit häuft sich in Berlin rassistische Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen. Leider keine Seltenheit – mit schlimmen Folgen. Mitarbeiter*innen von Beratungsstellen für Opfer rassistischer Gewalt berichten.

 

Die Reichsbürger-Szene wächst weiter

Die Bundesregierung rechnet dem bizarren Spektrum von Reichsbürgern und Selbstverwaltern inzwischen 19.000 Menschen zu. 950 gelten als rechtsextrem.

 

Thüringen: Mehr bewaffnete Reichsbürger im Altenburger Land

Im Altenburger Land gibt es immer mehr Reichsbürger mit Waffen. Mindestens vier Personen zählte das Landratsamt Mitte des Vorjahres zu diesem Personenkreis. Nachfragen zu weiteren Details lehnte das Thüringer Innenministerium aber mit einem Erlass ab.

 

AfD-Revisionist kapert Bundeswehr-Magazin

Der AfD-Rechtsaußen Heine-Petersen hat den Umgang des deutschen Militärs mit der Vergangenheit kritisiert – ausgerechnet in einem Magazin der Bundeswehr.

 

Vor dem Europäischen Polizeikongress: Das rechte Tabu

Es wird ein Großaufgebot von Polizisten ab Dienstag in Berlin geben, aus allen Bundesländern, aus dem Ausland. Dann beginnt in der Hauptstadt der Europäische Polizeikongress, mehr als 1.700 Teilnehmer*innen sind angekündigt. Nach dem Rechtsextremismus-Skandal in Hessen fordern einzelne Beamte Konsequenzen. Beim Polizeikongress in Berlin wird das aber nur Randthema sein.

 

„Kein Modestatement, sondern Überzeugung“ – Regenbogentrikots für den guten Zweck

Der englische Sechstligist FC Altrincham hat am Samstag seine übliche rot-weiß gestreifte Spielkleidung gegen Regenbogentrikots getauscht. Der Amateurclub will damit seine Unterstützung für den Kampf gegen Homophobie im Fußball ausdrücken.

 

Wolfsburg erforscht Nazi-Vergangenheit

Auf dem Gelände einer ehemaligen KZ-Außenstelle in Wolfsburg haben Archäologen mit der erneuten Suche nach Denkmälern im Boden begonnen. Nach dem Fund von Barackenresten im Stadtteil Laagberg werden ganz in der Nähe weitere Überreste aus den 1930er und 40er Jahren vermutet, wie die Stadt vor dem Beginn der Arbeiten mitteilte.

 

Kulturschaffende im Umgang mit Rechts – „Es geht um die Freiheit der Kunst“

Rechte Angriffe auf Kultureinrichtungen nehmen zu. Eine Handreichung gibt Tipps für den Umgang mit Drohungen und Veranstaltungsstörungen.

 

Belltower.News macht gemeinnützigen Journalismus, denn wir klären auf und machen das Wissen von Expert*innen zu Antisemitismus, Rassismus und
Rechtsextremismus und allen anderen Themen der Amadeu Antonio Stiftung für alle zugänglich.
Unsere Reportagen, Recherchen und Hintergründe sind immer frei verfügbar und verschwinden nie hinter einer Paywall. Dafür brauchen wir aber auch deine Hilfe.
Bitte unterstütze unseren Journalismus, du hilfst damit der digitalen Zivilgesellschaft!

Weiterlesen

szu

NS-HipHop SZU (Sprechgesang zum Untergang) und Natürlich

Neonazis, die HipHop machen? Ja, die gibt es. Sie stehen für die anhaltende Modernisierung der rechtsextremen Szene und sorgen für Gesprächsstoff – auch innerhalb der Neonazi-Bewegung. Trotzdem gibt es schon mehrere Protagonisten – heute: SZU (Sprachgesang zum Untergang), Natürlich.

Von Hannah Frühauf

Von
NSU Prozess

NSU – Wir müssen über strukturellen Rassismus reden!

Seit Mai 2013 stehen fünf Angeklagte im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München vor Gericht. Was dort allerdings kaum zur Sprache kommt: Der Rassismus bei der Polizei, der lange die Aufklärung verhinderte. In Berlin diskutierten hierzu Liz Fekete vom „Institute of Race Relations“ in London und die Nebenklagevertreterin Antonia von der Behrens bei der Veranstaltung „Why the NSU Case matters – Structural Racism in Europe” in der Humboldt-Universität. Ihr Fazit: Ohne Debatte über strukturellen Rassismus in Deutschland kann die Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex keine Früchte für die Zukunft tragen.

Von Joschka Fröschner

Von
20120104_immobilien-thuerin

„Nach den rechten Häusern sehen“ Immobilien der extrem rechten Szene in Thüringen

Für die rechtsextreme Szene sind eigene Immobilien von unschätzbarem Wert: Fernab jeglicher Kontrolle dienen sie als Veranstaltungs- und Organisationsorte, in denen Nazis ihrer menschenfeindlichen Gesinnung ungestört freien Lauf lassen können. Allein in Thüringen verfügt die rechte Szene über mindestens neun Immobilien, über die MOBIT, die Mobile Beratung in Thüringen, nun in einer Handreichung aufklärt.

Von

Schlagen Sie Wissenswertes in unserem Lexikon nach.