Weiter zum Inhalt

Rechtsextreme Musik Aristokraken

Die vorderpfälzische Band „Aristokraken“ aus Ludwigshafen trat am 20. April 2007 (Geburtstag von Adolf Hitler) mit anderen Gruppen wie „Terroritorium“, „Das letzte Aufgebot“, „Störmanöver“ und „Breakdown“ im Raum Schleswig-Holstein auf, und spielte vorlaufend auf rechtsextremen Musikfestivals in Deutschland. 2010 entstand aus den „Aristokraken“ das Bandprojekt „Häretiker“.  Aus den „Häretikern“ entstand ebenfalls 2010 eines der ersten rechtsextremen HipHop-Projekte, „n’Socialist Soundsystem“, kurz „Enessess“. Es bestand aus einem DJ und einem Rapper, die sich „Blastbeatkönig von Thule“ und „Henry8“ nennen. Die beiden Musiker gehören eigentlich der Rechtsrock-Band „Häretiker“ an, betreiben das Hip-Hop-Projekt jedoch aus strategischen Gründen: „Wir bedienen diese Musikrichtung, weil ein unglaubliches Potenzial in ihrer Hörerschaft liegt“, erklärt Henry8 im Interview mit der Zeitschrift Der Aktivist, auf die Frage, warum er „nationalistischen Hip-Hop“ mache.

 

Belltower.News macht gemeinnützigen Journalismus, denn wir klären auf und machen das Wissen von Expert*innen zu Antisemitismus, Rassismus und
Rechtsextremismus und allen anderen Themen der Amadeu Antonio Stiftung für alle zugänglich.
Unsere Reportagen, Recherchen und Hintergründe sind immer frei verfügbar und verschwinden nie hinter einer Paywall. Dafür brauchen wir aber auch deine Hilfe.
Bitte unterstütze unseren Journalismus, du hilfst damit der digitalen Zivilgesellschaft!

Weiterlesen

2013_Thueringen_Aufmacher_a

Thüringen 2013 Offensive „Freie Kräfte“, umtriebige NPD

Im zweiten Jahr nach der Selbstenttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU) tritt die rechte Szene weiterhin selbstbewusst und offensiv auf. Während…

Von
Amadeu Antonio Preis 2019 (51)

Amadeu Antonio Preis Eine Demokratie braucht wehrhafte Kunst

Am Dienstagabend wurden in Eberswalde Künstler*innen ausgezeichnet, die in besonderer Weise wehrhafte Kunst schaffen. An diesem Abend standen Künstler*innen im…

Von
20130111_erlebniswelt-recht

Menschenverachtung mit Unterhaltungswert

Nie hat sich die rechtsextreme Szene moderner präsentiert als heute: Ihre menschenverachtenden Botschaften werden geschickt mit den Stilmitteln zeitgenössischer Jugendkulturen getarnt – passend zur anvisierten Zielgruppe. Die Neuauflage von „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ deckt die Strategien auf und stellt neue Methoden und Ansätze für die Bildungsarbeit mit Jugendlichen vor.

Von Alice Lanzke

Von

Schlagen Sie Wissenswertes in unserem Lexikon nach.