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Rechtes Label Sport Frei

Die Marke „Sport Frei“ ist besonders in der rechtsextremen Hooligan-Szene beliebt und stellt Sport- und Freizeitbekleidung her. Auf der Facebookseite von „Sport Frei“ wird nicht nur die Kleidung mit dem schwarz-weiß-roten Logo beworben, gepostet werden auch rechtsextreme und rassistische Statements und islamfeindliche Bilder. „Sport Frei“ tritt außerdem als offizieller Sponsor der neonazistischen Kampfsportveranstaltung „Kampf der Nibelungen“ auf.

 
T-Shirts des Labels Sport Frei (Quelle: Screenshot)

 

Angemeldet ist die Marke auf Henrik Ostendorf aus Bremen. Er gilt als einflussreicher Aktivist der NPD, der schon seit Mitte der 1980er Jahre in der Neonazi-Szene aktiv und bekannt ist. Für Verfassungsschützer_innen gilt Ostendorf als „Drahtzieher im internationalen Netzwerk zwischen NPD, NS-Skin-Milieu und der Hooliganszene“. In der Vergangenheit zählte er zum Umfeld der „Jungen Nationaldemokraten“ (JN), der 1992 verbotenen „Nationalistischen Front“ (NF) sowie der 1994 ebenfalls verbotenen „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP). Er wurde zum Führungskreis der militanten Bremer Hooligan-Truppe „Standarte 88“ gezählt, die sich 2015 auflöste, und schwärmte außerdem öffentlich von „ehrlichen Gesprächen“ mit ehemaligen SS-Männern.

 

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