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Verfassungsschutz Niedersachsen zur HNG

Bei der 1979 gegründeten und seit 1991 von Ursula Müller geleiteten HNG handelt es sich um die mitgliederstärkste neonazistische Organisation (2005: 600 Mitglieder). Die HNG versteht sich zum einen als Sammelorganisation der neonazistischen Szene und nimmt damit eine integrierende Funktion innerhalb der Szene ein. Zum anderen sieht sie ihre Aufgabe darin, die weltweit inhaftierten deutschen und ausländischen Neonazis zu betreuen. Auf diese Weise möchte die HNG sicherstellen, dass sich die inhaftierten rechtsextremistischen Straftäter während der Haft bzw. nach der Haftentlassung nicht von der neonazistischen Szene abwenden.

 

Als weitere Aktivitäten führt die HNG einmal jährlich eine Hauptversammlung durch und gibt die Publikation Nachrichten der HNG heraus. Diese monatlich in einer Auflagenhöhe von ca. 600 Exemplaren verbreitete Publikation veröffentlicht regelmäßig unter anderem Briefe von Gefangenen und eine Liste mit den Namen inhaftierter Rechtsextremisten zur Kontaktvermittlung.

Neben vereinsinternen Informationen enthalten die Nachrichten der HNG redaktionelle Beiträge, die den Lesern ideologische Orientierung geben sollen. Das Themenspektrum ist breit gefächert. Es umfasst sowohl die Kommentierung tagespolitischer Themen wie „Sozialabbau“, Gesundheitsreform und Irak-Konflikt als auch Beiträge über den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg. Dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens beispielsweise wurde ein Artikel gewidmet, der das ideologische Selbstverständnis der HNG bereits durch die Überschrift „Bombenholocaust Dresden“ zum Ausdruck bringt. Mythische Verehrung genießt der Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß. Als Leitfigur der HNG findet er in jeder Ausgabe des Vereinsorgans als „Märtyrer des Friedens“ und „Träger der geschändeten Wahrheit in Deutschland und überall in der Welt“ huldigende Erwähnung.

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