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Lexikon: NS-Symbole

Rechtsextreme verehren nicht nur die Ideologie des Nationalsozialismus, den sie in Deutschland wieder eingeführt sehen wollen – sie nutzen auch dessen Symbole weiter.

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SA-Abzeichen

Das heute weniger populäre Symbol war seit Mitte der 1920er Jahre das Abzeichen der „Sturmabteilung“ (paramilitärische Kampforganisation der NSDAP). Es ist zusammengesetzt aus der Sig-Rune und einem gotischen „A“. Das Bekleidungslabel Alpha Industries wird unter anderem von Neonazis getragen, da dessen Logo dem (verbotenen) SA-Abzeichen ähnelt.

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Hammer und Schwert

Werkzeug und Waffe – dieses Symbol stand für die Volksgemeinschaft aus Arbeitern und Soldaten. Seit 1929 war es das Gaufeldzeichen der Hitlerjugend (HJ). „Gau“ bezeichnete die Bezirke, die ebenfalls wieder und wieder unterteilt waren. Gauleiter waren in Zusammenarbeit mit der Wehrmacht verantwortlich für die zivile Verteidigung ihres Gebietes.

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Der Reichsadler

Die Geschichte des Adlers als Metapher für Stärke, Macht, Erhabenheit, Göttlichkeit und kaiserliche Macht geht bis zur Zeit der Römer zurück. Seit dem Mittelalter ziert das Tier zahlreiche Wappen im gesamten europäischen Raum.

Die Nationalsozialisten folgten dieser Tradition, abstrahierten die verspielte romanisch-gotische Version des Kaiserreiches allerdings, um Modernität zu suggerieren. Oft war der Reichsadler im Zusammenhang mit einem eingekränzten Hakenkreuz zu sehen.

Nach Kriegsende 1945 wurde der Adler als „Bundesadler“ zum offiziellen Wappentier Deutschlands. Dieser wird zu verschiedenen Anlässen unterschiedlich gestaltet, allerdings meist ebenfalls in einer abstrahiert-modernen Formgebung.

In der rechten Szene kann man die Version des NS-Regimes beispielsweise auf T-Shirts, Aufnähern oder Fahnen finden.

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Das Eiserne Kreuz

Auch dieses Symbol wurde von den Nazis okkupiert, keineswegs selbst erfunden. Als dieses Abzeichen 1939 zum bekanntesten Kriegsorden des „Dritten Reichs“ wurde, hatte es bereits eine lange Tradition im Preußischen Militär. Schon 1813 wurde das „Eiserne Kreuz“ in den Napoleonischen Kriegen als Verdienstabzeichen verliehen – und selbst dieses war von Orden inspiriert, die Deutschritter schon seit dem 14. Jahrhundert trugen. Die Ursprünge gehen sogar auf das Alte Ägypten zurück.

Es ist auch heute noch ein gern und allumfassend genutztes Symbol der rechten Szene, muss an allerdings nicht zwingend als solches gelten. Doch die Assoziation zum Militär und der Ausdruck eines Männlichkeitskultes sind immer gegeben. Das Eiserne Kreuz wird auch in der Heavy-Metal- und (eher selten) auch in der Hardcore-Szene verwendet.

Die Bundeswehr nutzt das Symbol seit 1956 als Emblem für ihre Luft- und Kampffahrzeuge, auch auf dem „Ehrenzeichen der Bundeswehr“ ist es zu finden. Es gehört fest zu ihrem „Corporate Design“.

Seit Juli 2009 wird das Kreuz erstmalig wieder seit dem 2. Weltkrieg als Tapferkeitsorden verliehen, was auf die den Vorschlag des Verteidigungsministers Franz Josef Jung (CDU) zurückgeht.

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Das Hakenkreuz

Bevor das Hakenkreuz zum bekanntesten Symbol und Inbegriff des Nationalsozialismus wurde, fand es schon seit frühgeschichtlichen Zeiten eine Verwendung als Schmuckelement in China, Japan, Indien, Griechenland und bei den Germanen und Kelten. Der bisher älteste Nachweis wurde in der Ukraine gefunden und wird auf ca. 10.000 v. Chr. datiert. Als positiv konnotiertes Heilssymbol und Sinnbild des Ewigen Kreislaufes ist es etwa als Gestaltungselement der Tempelräume des Dalai Lamas zu finden.

Unter Adolf Hitler wurde das Hakenkreuz 1920 zum Zeichen der NSDAP. 1933 wurde es zum offiziellen Zeichen des Nationalsozialismus, 1935 sogar zum Staatssymbol.

Hitler hat das Hakenkreuz vermutlich auf Grund der Deutungen des rassistischen „Runenkundlers“ Guido von List ausgewählt, der ihm eine völkische und antisemitische Symbolik andichtete.

Die Farben der Hakenkreuzfahne sind denen der Reichskriegsflagge nachempfunden. Das Kreuz stellt hierbei die „Mission des Kampfes für den Sieg des arischen Menschen“ dar. Es ist eingebettet in einen weißen Kreis, der den Nationalsozialismus symbolisieren sollte. Die signalrote Hintergrundfläche stand für den „sozialen Gedanken der Bewegung“.

Heute ist die Verwendung des Hakenkreuzes auf Grund der Untrennbarkeit vom Nationalsozialismus in jedweder Form in Deutschland verboten. Ausnahmen sind hierbei Abbildungen, die das Hakenkreuz eindeutig in Zusammenhang mit Gegenkampagnen bringen. So zum Beispiel rot durchgestrichen auf einem Verbotsschild, über einem Mülleimer oder von einer Faust zerschlagen.

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