Weiter zum Inhalt

Lexikon: Rassismus

Rassismus behandelt Menschen nicht als Individuen, sondern als Angehörige einer Gruppe – und unterstellt, dass sich aus dieser Gruppenzugehörigkeit unveränderliche Eigenschaften, Fähigkeiten oder Charakterzüge ableiten. Dabei wird die eigene Gruppe als höherwertig begriffen. Klassischer, biologistischer Rassismus basiert auf einer wissenschaftlich längst überholten Einteilung der Menschheit in „Rassen“ nach äußeren Merkmalen wie Haut- und Haarfarbe. Auch deshalb versuchen Rechtsextreme seit den siebziger Jahren, neue Begründungen für ihren Rassismus zu finden, in dem sie von „anderen Kulturen“ oder „Ethnien“ sprechen: Das ist kulturalistischer Rassismus.

Artikel zum Thema

Abfotografiertes Bild aus den sozialen Medien auf dem ein Aktivist der Identitären Bewegung in Wien vor einem queeren Zentrum demonstriert.

„Drag Story Time” Internationales Feindbild der extremen Rechten

Veranstaltungen mit Drag Queens sind in den USA schon lange Zielscheibe der extremen Rechten. Daran nehmen sich Identitäre in Österreich sowohl ideologisch als auch stilistisch ein Vorbild.

Von
Zwei Menschen sitzen an einem Tisch. Vor ihnen stehen zwei Wasserpfeifen

Shisha Bars Zwischen Safer Space und Razzien

Shisha Bars sind besonders für junge Menschen mit Migrationsgeschichten oft ein Safe Space. Gleichzeitig werden sie von Politik und Medien oft als kriminelle Orte dargestellt. Dr. Mahmoud Jaraba über Shisha Bars im Spannungsfeld zwischen öffentlicher Wahrnehmung und sozialer Realität:

Von
rassismus_toetet_-_pm_cheung_mut

Chronik Rechte und rassistische Gewalt der Woche

Von 30. März bis 6. April 2023: Wöchentlich stellen wir Gewalttaten bundesweit zusammen, um einen Überblick über die Alltäglichkeit rechter Gewalt zu geben. Die Chronik bleibt unvollständig, lässt aber das Ausmaß erahnen.

Von
Tauben im Gras

„Tauben im Gras“ „Zum Schutz meiner Schüler“

„Ich muss meine Schüler*innen, vor allem Schwarze Schüler*innen, vor solchen Inhalten schützen“: Die Ulmer Lehrerin Jasmin Blunt erzählt im Interview, warum sie den Roman „Tauben im Gras“, Abi-Pflichtlektüre in Baden-Württemberg, nicht lesen wird.

Von
claudio-schwarz-pN684G33h_M-unsplash

Berliner Register 2022 jeden Tag elf menschenverachtende Vorfälle

Durchschnittlich elf menschenverachtende Vorfälle, an jedem einzelnen Tag: Das zählten die Berliner Register im Jahr 2022. Insgesamt waren es 4156 rechtsextreme, rassistische, antisemitische, queerfeindliche, sozialchauvinistische, behindertenfeindliche und antifeministische Fälle.

Von
rassismus_toetet_-_pm_cheung_mut

Chronik Rechte und rassistische Gewalt der Woche

Von 24. bis 30. März 2023: Wöchentlich stellen wir Gewalttaten bundesweit zusammen, um einen Überblick über die Alltäglichkeit rechter Gewalt zu geben. Die Chronik bleibt unvollständig, lässt aber das Ausmaß erahnen.

Von
Eine Teilnehmerin einer Kundgebung hält ein Schild mit der Aufschrift „Diese Menschenverachtung macht Sachsen ausländerfeindlich“. Mit einer Demonstration sollte gegen die ursprünglich geplante Abschiebung von Pham Phi Son und seiner Familie protestiert werden.

Pham Phi Son Behörden-Ping-Pong und institutioneller Rassismus

Nach 36 Jahren in Deutschland soll Pham Phi Son und seine Familie nach Vietnam abgeschoben werden. Der Sächsische Flüchtlingsrat erkennt institutionellen Rassismus. Dabei ist der Fall von Pham Phi Son kein Einzelfall, sondern bittere Realität von Tausenden.

Von
rassismus_toetet_-_pm_cheung_mut

Chronik Rechte und rassistische Gewalt der Woche

Vom 17. bis 23. März 2023: Wöchentlich stellen wir Gewalttaten bundesweit zusammen, um einen Überblick über die Alltäglichkeit rechter Gewalt zu geben.

Von
Ludwigshafen, Rheinlandbesetzung, Französische Truppen

100 Jahre Rassismus „Schwarze Schmach“ – Schwarze Soldaten und Kinder am Rhein

In den 1920er Jahren richtete sich eine Kampagne über die „Schwarze Schmach“ gegen französische Truppen aus den Kolonien, die im Rheinland stationiert waren – ein früher Höhepunkt rassistischer Mobilisierung in Deutschland.

Von
clan-aufmacher

Stereotype und kaum Fakten Das Bild der „Arabischen Clans“ in deutschen Medien

Die mediale Berichterstattung über „Clan-Kriminalität“ in Deutschland hat in den letzten Jahren die öffentliche Meinung auf allen Regierungsebenen beeinflusst. Immer mehr Medien, von lokalen Tageszeitungen bis hin zu überregionalen Wochenzeitungen, berichten über „Clan-Kriminalität“, oft mit recycelten Geschichten und reißerischen Schlagzeilen.  

Von