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Lexikon: Rassismus

Rassismus behandelt Menschen nicht als Individuen, sondern als Angehörige einer Gruppe – und unterstellt, dass sich aus dieser Gruppenzugehörigkeit unveränderliche Eigenschaften, Fähigkeiten oder Charakterzüge ableiten. Dabei wird die eigene Gruppe als höherwertig begriffen. Klassischer, biologistischer Rassismus basiert auf einer wissenschaftlich längst überholten Einteilung der Menschheit in „Rassen“ nach äußeren Merkmalen wie Haut- und Haarfarbe. Auch deshalb versuchen Rechtsextreme seit den siebziger Jahren, neue Begründungen für ihren Rassismus zu finden, in dem sie von „anderen Kulturen“ oder „Ethnien“ sprechen: Das ist kulturalistischer Rassismus.

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Wo ist eigentlich die „Ostküste“?

Rechtsextreme wollen ihre Ideologie im Denken der gesellschaftlichen Mehrheit verankern, die NPD hat sogar explizit einen „Kampf um die Köpfe“ ausgerufen. Ein beliebtes – und oft perfides – Mittel dafür sind gezielte Sprachschöpfungen: Begriffe wie „Asylbetrüger“, „Schuldkult“, „USrael“ oder „inländerfreundlich“ sind jedenfalls keine harmlosen Wortspiele.

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Nach der Schweizer Anti-Minarett-Abstimmung „Schrille, kulturkämpferisch aufgeladene Islamfeindlichkeit“

57 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer stimmten für ein Neubauverbot von Minaretten. netz-gegen-nazis.de wollte von Alexander Häusler von der Arbeitsstelle Neonazismus der FH Düsseldorf wissen: Wie gefährlich ist es für das gesellschaftliche Klima, wenn sich jetzt Rechtsaußen-Parteien in Islamfeindschaft zu überbieten versuchen?

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Nazis und Nikolaus „Unsere Stiefelaktion hat regen Anklang gefunden“

Im Dritten Reich propagierte die SS das „Julfest“ als „artgerechte“ Alternative zum christlichen Weihnachtsfest. DVU und NPD nutzen Weihnachten aktuell trotzdem gern – zur möglichst unerkannten Stimmungsmache im Nikolauskostüm, aktuell in Bremverhaven und Greifswald.

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Liebeserklärung an den ländlichen Raum

Der „ländliche Raum“ erscheint in aktuellen Diskussionen oft als Hort von Ausgrenzung und Demokratieschwäche. Es geht aber auch anders, wie Hasnain Kazim aus Hollern-Twielenfleth beschreibt.

Von Dierk Borstel

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Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Europa „Europäische Mentalität: Wir machen die Schotten dicht“

Internationale Professoren erforschten unter Projektleitung von Andreas Zick und Beate Küpper von der Universität Bielefeld die Verbreitung von Vorurteilen und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in acht europäischen Ländern. Gerade Islamfeindlichkeit traf auf hohe Zustimmung. Aber was heißt das für unser Leben? Andreas Zick kommentiert die Ergebnisse im Interview.

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Günter Wallraff In fremder Haut

Ein Jahr lang war Günter Wallraff immer wieder als Schwarzer unterwegs: bei einem Fussballspiel in Cottbus, auf Wohnungssuche in Köln, in einer Rosenheimer Kneipe und bei einer Behörde in Berlin-Marzahn. Er traf auf Rassismus verschiedenster Ausprägung – wie ihn schwarze Menschen in Deutschland täglich erleben müssen.

Von Günter Wallraff

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NPD-Wahlkampf Der Wille, da sein zu wollen

Bei der Bundestagswahl 2009 am 27. September 2009 haben rechtsextreme Parteien zum Glück keine Chance auf Einfluss. Warum verschmutzen Sie trotzdem so viele Straßen mit ihren Plakaten, nerven vermehrt mit rassistischer Hetze? Netz-gegen-Nazis.de fragt den Rechtsextremismus-Experten Bernd Wagner von der ZDK Gesellschaft für demokratische Kultur.

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