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Tausende demonstrieren gegen Rassismus

Bundesweit fanden ein Jahr nach Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) mehrere Demonstrationen statt. Die Menschen gingen gegen Rassismus in Deutschland auf die Straße und protestierten für einen Abschiebestopp – Impressionen in Bildern aus Berlin.

 
"Das Problem heißt Rassismus": Demo in Berlin (Quelle: Robert Damrau)

Behördenversagen, systematische Vertuschung, geschredderte Informationen, schleppende Aufklärung: Das waren die Kritikpunkte, die auf den Demos in ganz Deutschland am 4. November artikuliert wurden. Anlass für die Proteste war der Jahrestag des Auffliegens der NSU-Mordserie. Insgesamt waren bundesweit 30 Demonstrationen angemeldet – mit ganz unterschiedlicher Resonanz. So versammelten sich in Jena etwa 300 Menschen, in Zwickau kam gar keine Aktion zustande. Schon am Samstag waren in Hamburg 1.000 Menschen auf die Straße gegangen.

In Berlin fand die größte Demonstration statt. Hier beteiligten sich am Sonntag rund 2.000 Menschen an einem Protestmarsch zum Bundeskriminalamt im Stadtteil Treptow. Die Veranstalter sprachen gar von 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Startpunkt war der Kreuzberger Oranienplatz, wo seit einigen Wochen mehrere Flüchtlinge campieren. Mit ihnen bekundeten die Demonstranten Solidarität: So wurde ein Abschiebestopp gefordert und die Erlaubnis für Asylbewerberinnen und -bewerber, in Deutschland zu arbeiten. Die beiden Themen NSU-Morde und Asylpolitik fassten mehrere Plakate und Sprechchöre zusammen: „Nazis morden – der Staat schiebt ab“ war auf Transparenten zu lesen und lautstark aus unzähligen Kehlen zu hören.

Einige Impressionen der Demo in Berlin in Bildern:

 

Fotos: Robert Damrau

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