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Attentate von Norwegen Aktueller Stand der Ermittlungen und Diskurse 2012

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Peinliche Provokation: Thor Steinar eröffnet neue Filiale namens „Brevik“Die bei Neonazis beliebte Kleidermarke Thor Steinar expandiert weiter. Gestern öffnete in Chemnitz die mittlerweile 13. Filiale ihre Pforten. Das Geschäft nennt sich „Brevik“ und erinnert unweigerlich an den norwegischen Massenmörder Anders Breivik (Endstation rechts).

07.03.2012

Thor-Steinar Laden „Brevik“ in Chemnitz stößt auf WiderstandDer Name des Ladens erinnert wohl nicht aus Zufall an den Massenmörder Breivik aus Norwegen. Norwegische Medien berichten inzwischen über den umstrittenen Laden. Die Botschaft protestierte bei der Firma, die „Thor Steinar“ vertreibt (BILD).

Die Namensähnlichkeit des Thor Steinar Ladens „Brevik“ mit dem rechtsextremen Oslo-Attentäter empfinden Politiker, Gewerbetreibende und Bürger in Chemnitz zunehmend als Provokation, weshalb sich nun Widerstand formiert. Tausende Bürger demonstrieren gegen Rechtsextremismus (Augsburger AllgemeineWelt online).08.03.2012

Utöya-Attentäter Breivik wegen „Terrorakts“ angeklagtDer rechtsextremistische norwegische Attentäter Anders Behring Breivik ist wegen eines „Terrorakts“ und „Totschlags“ angeklagt worden. Die 19-seitige Klageschrift der Staatsanwaltschaft wurde dem 33-jährigen Behring Breivik im Ila-Gefängnis bei Oslo verlesen, wo er in Untersuchungshaft sitzt. Die Anklagepunkte könnten auf eine Verurteilung zu 21 Jahren Gefängnis oder Sicherungsverwahrung hinauslaufen, die bei fortgesetzter Einstufung des Inhaftierten als gefährlich auch verlängert werden kann. Behring Breivik hatte am 22. Juli im Regierungsviertel von Oslo mit einer Autobombe acht Menschen getötet. Anschließend erschoss er in einem Sommerlager der regierenden Arbeiterpartei auf der Insel Utöya 69 Teilnehmer (stern.deDie Presse).

29.03.2012

Breivik über Utoya: Es war „der schlimmste Tag meines Lebens“Zynisches Geständnis des norwegischen Massenmörders Anders Behring Breivik: Der Tag, an dem er auf der Insel Utøya 69 Teilnehmer eines Ferienlagers erschoss, habe ihn „körperlich und emotional“ belastet. Die Operation war extrem schwer, körperlich und emotional war der 22. Juli der schlimmste Tag meines Lebens“, zitierte die Zeitung „VG“ am Dienstag aus einem Brief Breiviks an eine nicht genannte Frau. Über das anstehende Gerichtsverfahren schrieb der Attentäter: „Es sieht so aus, als würde der Prozess zu einem Zirkus werden.“ In dem an einem Gefängnis-Computer abgetippten Brief heißt es weiter: „Ich kann nicht sagen, dass ich mich darauf freue.“ Die Verhandlung sei aber eine „einmalige Gelegenheit“, um den Menschen in Europa seine Weltsicht zu erklären (Handelsblatt).

05.04.2012

Norwegen: Attentäter Breivik kritisiert Gutachter und will seine „Zurechnungsfähigkeit“ beweisenEine Unterbringung in einer Anstalt wäre für Anders Behring Breivik nach eigenen Worten ’schlimmer als der Tod‘. Er kritisierte in einem Brief, die Gutachter hätten ihn falsch wiedergegeben udn seien voreingenommen.Ihn als geisteskrank einzustufen sei die ‚ultimative Kränkung‘, schreibt Breivik. Der 33-jährige Islamfeind, der am 22. Juli die Anschläge in Oslo und auf Utøya verübte, ist wegen Terrorverbrechen und Mord in 77 Fällen angeklagt. Der Prozess beginnt am 16. April (SZ).Der Anwalt des norwegischen Attentäters von Utöya will bei dem Prozess etwa 40 Islamisten und Rechtsextreme in den Zeugenstand rufen, um die Zurechnungsfähigkeit von Anders Behring Breivik zu beweisen. Mit den Aussagen von Islamisten und Rechtsextremen will die Verteidigung von Behring Breivik entgegen zweier psychiatrischer Gutachten dessen Straffähigkeit beweisen. Das ist der ausdrückliche Wunsch des Angeklagten. Er ist der Auffassung, dass ansonsten seine Ideologie in Zweifel gezogen würde (Augsburger Allgemeine).

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Gewalt gegen Geflüchtete wird zur Randnotiz

2017 kam es laut Zählung der Amadeu Antonio Stiftung und von Pro Asyl insgesamt zu 1.713 Angriffen auf Asylsuchende in Deutschland – das macht einen Durchschnitt von 4,6 rassistisch motivierten Übergriffen am Tag. Nur noch in seltenen Fällen informiert die Polizei mit Pressemeldungen die Öffentlichkeit. Ob dies bei Straftaten allgemein Praxis ist, ist allerdings unklar.

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