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Brandanschlag auf Kulturzentrum Chronik rechter und rassistischer Gewalt der Woche

Hass und Hetze sind keine Einzelfälle. Sie treffen jeden Tag und überall in Deutschland Menschen – unerwartet und mitten im Alltag. Die Auswahl in dieser Chronik des Hasses bleibt absolut unvollständig, doch sie lässt erahnen, wie niedrig die Hemmschwelle für offenen Hass ist.

 
Rechte Gewalttaten sind „Botschaftstaten“: Sie treffen nicht nur die Opfer, sondern sind auch ein Angriff auf die Gruppe, für die die Opfer stehen. (Quelle: AAS)

Rechte Gewalt, Rassismus und Queerfeindlichkeit: ein Überblick vom 7. bis zum 13. Januar.

7. Januar: Randale in koscherem Café

In Leipzig (Sachsen) randaliert eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen in einem koscheren Café. Sie werfen gefüllte Plastikflaschen auf eine Mitarbeiterin des Cafés und verletzen die Frau leicht am Schienbein. Zuvor rissen ein 10- und ein 11-Jähriger eine Israelfahne des Cafés ab.

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/israel-fahne-jugendliche-randale-100.html

8. Januar: Übergriff auf muslimische Frau

In Chemnitz (Sachsen) reißt eine 18-jährige Frau in einem Einkaufszentrum einer 27-Jährigen ihren Hijab vom Kopf und verletzt sie dabei auch leicht. Der Sicherheitsdienst des Einkaufszentrums alarmiert die Polizei.

https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1094077

9. Januar: Rechtsextreme Schmierereien an Linke-Büro

In Bergen auf Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) beschmieren Unbekannte das Wahlkreisbüro der Partei Die Linke mit einem Hakenkreuz, einer Deutschlandflagge und dem Schriftzug “FCK ANTIFA”. Es entsteht ein Sachschaden von rund 1.000 Euro. Der Staatsschutz ermittelt.

https://www.tagesschau.de/inland/regional/mecklenburgvorpommern/linke-wahlkreisbuero-in-bergen-beschmiert,mvregiogreifswald-2434.html

10. Januar: Hakenkreuz-Schmierereien

In Dillingen (Bayern) schmiert ein 39-Jähriger mehrere Hakenkreuze an Hausfassaden. Die Polizei kann den Täter überführen, indem sie seinen Fußspuren im Schnee folgt, die direkt zu seinem Wohnhaus führen.

https://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/polizei-ertappt-hakenkreuz-schmierer-wegen-spuren-im-schnee-113143951

10. Januar: Rechtsextreme Schmierereien

In Westhofen (Rheinland-Pfalz) sprühen Unbekannte rechtsextreme Symbole wie Hakenkreuze und SS-Runen an mehrere Gebäude, darunter auch eine Kita. Es entsteht ein Sachschaden von bis zu 6.000 Euro.

https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-hakenkreuze-und-ss-runen-in-westhofen-gesprueht-100.html

10. Januar: Rechtsextreme Schmierereien

In Westhofen (Rheinland-Pfalz) beschmieren Unbekannte mehrere Hauswände mit rechtsextremen Symbolen wie Hakenkreuzen und SS-Runen. Die Polizei bittet um Hinweise.

https://nibelungen-kurier.de/hakenkreuz-schmierereien-in-der-ortslage-westhofen

10. Januar: Hakenkreuz in Toilettenwand geritzt

In Mindelheim (Bayern) ritzt eine unbekannte Person ein Hakenkreuz in die Toilettenwand eines Schnellrestaurants. Die Polizei sucht nach Zeug*innen.

https://www.augsburger-allgemeine.de/mindelheim/hakenkreuz-an-toilettenwand-loest-ermittlungen-in-mindelheim-aus-113152067

10. Januar: Hakenkreuz-Schmiererei

In Benningen (Baden-Württemberg) schmieren Unbekannte ein Hakenkreuz an die Scheibe eines Lieferdienstes. Die Polizei sucht nach Zeug*innen.

https://www.lkz.de/lokales/blaulicht_artikel,-unbekannte-spruehen-hakenkreuz-an-eine-scheibe-in-benningen-_arid,853851.html

12. Januar: Rechtsextreme Schmierereien an Schnellrestaurant 

In Bremen-Huchting beschmieren Unbekannte die Fenster und die Fassade eines Schnellrestaurants mit Hakenkreuzen und rechtsextremen Parolen sowie Codes. Der Staatsschutz ermittelt und sucht nach Zeug*innen.

https://www.dk-online.de/lokales/bremen/artikel/zeugen-gesucht-schnellrestaurant-in-huchting-beschmiert-49745058

13. Januar: Brandanschlag auf Kulturzentrum

In Saalfeld (Thüringen) verüben Unbekannte einen Brandanschlag auf das alternative Kulturzentrum „Schlossberg“. Über Molotowcocktails versuchen sie, das Haus in Brand zu setzen. Nur durch Zufall wird niemand verletzt. Zeitgleich tauchen an verschiedenen Orten in der Stadt rechtsextreme Graffitis auf. Neben Hakenkreuzen und 1161 (Anti-Antifaschistische Aktion) Tags hinterlassen die Täter*innen den Code “LVW”. Dieser steht für die Letzte Verteidigungswelle, eine rechtsterroristische Jugendgruppe, der unter anderem versuchter Mord sowie versuchte Brandstiftung mit Todesfolge vorgeworfen wird. Die Gruppe hatte beispielsweise einen Anschlag auf eine bewohnte Geflüchtetenunterkunft geplant und Waffen besorgt.

https://www.die-linke-thl.de/aktuelles/startseite/detail/news/brandanschlag-bedrohungen-und-ns-graffiti-in-saalfeld/

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