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Die Hilfsgemeinschaft für nationale politische Gefangene und deren Angehörige (HNG)

Die „Hilfsgemeinschaft für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e. V.“ (HNG) ist die mitgliederstärkste neonazistische Vereinigung in Deutschland. Die HNG hat rund 600 Mitglieder, ihr Sitz ist in Frankfurt am Main. Im September 2011 wurde die HNG nun verboten.

 

Die HNG wurde 1979 gegründet. Seit 1991 wird die Organisation von der Rechtsextremistin Ursula Müller aus Mainz-Gonsenheim geleitet. Die HNG versteht sich einerseits als Sammelbecken des gesamten rechtsextremen Spektrums und nimmt damit eine integrierende Funktion innerhalb der Szene ein.

Die HNG sieht es als ihre Aufgabe an, inhaftierte deutsche und ausländische Neonazis zu betreuen. Damit soll sichergestellt werden, dass sich die Inhaftierten während der Haft nicht von der Neonaziszene lossagen. Dazu schreibt der Verfassungsschutz: „Die HNG verfolgt den selbst gestellten Auftrag, inhaftierte Gesinnungsgenossen unter anderem durch Rechtsberatung, Überlassung rechtsextremistischer Literatur und Vermittlung von Briefkontakten moralisch und materiell zu unterstützen, um sie auch während der Haftzeit sozial und ideologisch weiter an die rechtsextremistische Szene zu binden und somit die staatlichen Ausstiegsangebote zu unterlaufen.“
Die Vereinigung bringt monatlich die Publikation „Nachrichten der HNG“ in einer Auflage von etwa 600 Exemplaren heraus. In dem Heft werden regelmäßig Listen der etwa 100 durch die HNG „betreuten“ Häftlinge veröffentlicht. In der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zur HNG im Bundestag steht: „Durch Inhalte in der Publikation ‚Nachrichten der HNG‘ wird der Eindruck vermittelt, dass insbesondere Delikte wie das Verbreiten von Propagandamitteln für verfassungswidrige Organisationen, das Verwenden von deren Kennzeichen oder die Volksverhetzung mit rechtsextremistischem Hintergrund nicht strafwürdig seien. Entsprechende Verurteilungen, so die Argumentation dort, seien vielmehr Ausdruck nicht zu rechtfertigender staatlicher Unterdrückung.“

Bekanntere HNG-Mitglieder sind unter anderem die Rechtsextremisten Christian Worch, Siegfried Borchardt, Norman Bordin, Lutz Giesen und Günter Deckert.

Ergänzung 07.09.2010:

Bei einer großangelegten Razzia nimmt die Polizei am 7. September die rechtsextreme ?Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige? (HNG) ins Visier. In den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden seit den frühen Morgenstunden Räume der HNG durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt. Das Bundesinnenministerium will den Verein verbieten. Die derzeitigen Durchsuchungen sollen zeigen, dass sich die HNG in aggressiv-kämpferischer Weise gegen die verfassungsmäßige Ordnung richtet, erklärte Innenstaatssekretär Klaus-Dieter Fritsche.

Ergänzung 21.09.2011:

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat am 21.09.2011 den ältesten Neonazi-Verein in der Bundesrepublik, die ?Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V. (HNG)?, verboten. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat am Mittwoch den ältesten Neonazi-Verein in der Bundesrepublik, die ?Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V. (HNG)?, verboten (Störungsmelder.org).

Zum Thema

| Verfassungsschutz zur HNG

Aktualisiert am 07.09.2010

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