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Lexikon: Incels

Innerhalb der digitalen antifeministischen Blase der „Manosphere“ findet man die „Incels“ („Involuntary Celibate“ / „unfreiwilliger Zölibatärer“), Männer, die unfreiwillig enthaltsam leben. Schuld an ihrem Elend seien Frauen, weil sie die Männer unterdrücken und den „Incels“ Sex verweigern. Hinter dem „Incel“-Wahn steckt der Glaube, dass Männer einen Anspruch auf Sex mit Frauen hätten. Doch durch Feminismus und Emanzipation sind die Frauen dem Mann nicht mehr gefügig – generell sei die patriarchale Unterdrückung eine Lüge und Männer würden auf allen Ebenen ausgebeutet.

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Hass auf Frauen Wie die Incel-Community sich immer weiter radikalisiert

Schon mehrmals haben Incels – Männer, die glauben durch Feminismus würde ihnen Sex vorenthalten – tödliche Anschläge verübt. Doch mit der Radikalisierung ist es noch lange nicht vorbei. In immer extremeren Foren werden Pädophilie und Attentäter verherrlicht.

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Im Gespräch: Die Autorin Veronika Kracher

Interview mit Veronika Kracher „Incels sind die Spitze des patriarchalen Eisbergs“

„Incel“ steht für „involuntary celibate“ – zu Deutsch „unfreiwillig zölibatär“. So heißt eine globale Online-Community, in der Zehntausende frustrierte junge Männer ihrem grassierenden Frauenhass freien Lauf lassen. Die Autorin Veronika Kracher hat die Szene in ihrem am 6. November 2020 erscheinenden Buch „Incels: Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults“ genauer untersucht. Im Gespräch mit Belltower.News erzählt sie, warum Antifeminismus die Einstiegsdroge in rechtsradikales Denken ist, Incels oft an Selbsthass leiden und die Incel-Szene lediglich die Spitze des patriarchalen Eisbergs ist.

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