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Lexikon: Rassismus

Rassismus behandelt Menschen nicht als Individuen, sondern als Angehörige einer Gruppe – und unterstellt, dass sich aus dieser Gruppenzugehörigkeit unveränderliche Eigenschaften, Fähigkeiten oder Charakterzüge ableiten. Dabei wird die eigene Gruppe als höherwertig begriffen. Klassischer, biologistischer Rassismus basiert auf einer wissenschaftlich längst überholten Einteilung der Menschheit in „Rassen“ nach äußeren Merkmalen wie Haut- und Haarfarbe. Auch deshalb versuchen Rechtsextreme seit den siebziger Jahren, neue Begründungen für ihren Rassismus zu finden, in dem sie von „anderen Kulturen“ oder „Ethnien“ sprechen: Das ist kulturalistischer Rassismus.

Artikel zum Thema

Mangelnde Zivilcourage – ein deutscher Zustand?

„Die soziale Spaltung in Deutschland hat fatale Folgen für die hier lebenden Minderheiten“. Zu diesem Ergebnis kommt die gestern vorgestellte Studie aus der Reihe „Deutsche Zustände“. Ebenfalls untersucht wurde die Frage: „Mangelt es an Zivilcourage gegen Rechtsextremismus?“

Von Haidy Damm

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Tat ohne Motiv

Sommer 2007: Im brandenburgischen Pritzwalk wird ein Restaurant verwüstet. Die Täter: Mitglieder der extrem rechten Szene. Der Geschädigte: ein tunesischer Wirt. Das Motiv „Fremdenfeindlichkeit“ mag das Gericht aber nicht zweifelsfrei erkennen, denn der Wirt hatte nicht alle rassistischen Beschimpfungen verstanden.

Von Ella Weber

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Rassistische Kampagne gegen Afro-Shop

Seit 2006 führte der gebürtige Nigerianer Joseph Akhigbe Michael seinen Laden in Göttingen ohne Probleme. Doch dann tauchte ein neuer Eigentümer auf. Als Michael auf dessen Forderungen auch nach Mobbingversuchen nicht einging, rief der Hausbesitzer die NPD zur Hilfe.

Von Reimar Paul

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Sind härtere Strafen reine Symbolpolitik?

Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern fordern vom Bundestag: Wie in den USA sollen die Urteile bei rassistischer Gewalt künftig generell verschärft werden. Doch die Front der Ablehnung gegen diese Initiative ist überraschend breit – sie reicht von CDU/CSU bis zu den Grünen. Auch Opferberater halten andere Probleme für drängender.

Von Nicole Walter

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„Werft den Ministerpräsidenten in die Donau!“

Rechtsextreme sind in Ungarn auf dem Vormarsch: Die paramilitärische „Ungarische Garde“ hat großen Zulauf, selbst renommierte Zeitungen und die bürgerliche Fidesz-Partei hetzen ungeniert gegen die Minderheit der Roma und die linksliberale „Judenregierung“

Von Magdalena Marsovszky, Budapest

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Ungarn – Hass und Antisemitismus fest verankert

Seit in Ungarn rechtsextreme Gruppen immer öfter auf die Straße gehen, beschäftigt sich auch die Innenpolitik mit Fremdenhass und Antisemitismus. Eine aktuelle Studie zeigt, rechtsextremes Gedankengut ist weit verbreitet. Von Reinhold Vetter

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