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Lexikon: Germanenkult

Artikel zum Thema

Symbole Bezug zum Germanentum

Die Nationalsozialisten okkupierten zahlreiche germanische und heidnische Zeichen und Symbole und deuteten sie für ihre propagandistischen Zwecke um. Viele der…

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Erkennungszeichen Runen

Rechtsextreme mögen Runen, in denen Sie einen Bezug zum verehrten Germanentum, zur Ursprünglichkeit und zu völkischer Ideologie sehen.

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Heiden setzen sich gegen den Missbrauch von Sonnwendfeiern und Symbolen durch Nazis ein

Seit September 2009 gibt es die Kampagne „Heidentum ist kein Faschismus – Heiden für Menschenrechte“. Die Initiatoren hatten es satt, dass Rechtsextreme das Heidentum missbrauchen und in Tradition des Nationalsozialismus rassistisch interpretieren – und klären auf.

Marco Görlich ist der Initiator von „Heidentum ist kein Faschismus – Heiden für Menschenrechte“.

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von List, Guido

völkischer Esoteriker, lebte von 1848 bis 1919

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Nazis und Nikolaus „Unsere Stiefelaktion hat regen Anklang gefunden“

Im Dritten Reich propagierte die SS das „Julfest“ als „artgerechte“ Alternative zum christlichen Weihnachtsfest. DVU und NPD nutzen Weihnachten aktuell trotzdem gern – zur möglichst unerkannten Stimmungsmache im Nikolauskostüm, aktuell in Bremverhaven und Greifswald.

Von Simone Rafael

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Warum stehen Nazis eigentlich auf Wikinger?

Als Nachfahre starker Wikinger sieht der Neonazi von heute sich gern. Doch das ist mehr als eine Rückbesinnung auf alte Bräuche in einer schnellebigen Zeit. Bei den Rechtsextremen gehört die Huldigung vergangener „Heldenzeiten“ und die Konstruktion einer „Ahnenreihe“ zum Fundament ihre Weltbildes und werden besonders gepflegt. Warum eigentlich?

Von Bea Marer

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HffH

Das Logo der Hammerskins. Quelle: Aktion Zivilcourage

“Hammerskins forever – forever Hammerskins”

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Das Keltenkreuz

Dieses Ringkreuz wird nicht nur von der rechtsextremen Szene verwendet. Im Zuge der Christianisierung wurde das ursprüglich heidnische Sonnensymbol in christlichen Kontext übernommen und ist seit dem Frühmittelalter bis heute als Grabstein oder Mahnmal weit verbreitet zu finden. Für Neonazis weltweit steht es allerdings als das Symbol schlechthin für die „Vormachtstellung der weißen Rasse“ und die „White-Power“-Bewegung, auch wegen seiner optischen Ähnlichkeit mit einem Fadenkreuz, wenn es stilisiert dargestellt wird. Man findet es auf T-Shirts, Fahnen, Bannern, als Ring oder Anhänger. Eine der ältesten Nazi-Websites („Stormfront“) hat das Kreuz als stetiges Startsymbol aufgenommen, zahlreiche andere rechte Websites folgten dem Beispiel. Verboten ist das Keltenkreuz allerdings nur, wenn es nicht alleine steht, sondern mit der Darstellung ein Zusammenhang mit verbotenen Organisationen erkennbar wird. So zum Beispiel die 1982 verbotene, neonazistische ‘Volkssozialistische Bewegung Deutschlands/Partei der Arbeit’ (VSBD/PdA), die das Symbol in einen Rhombus eingebettet und von einem stilisierten Adler getragen darstellt.

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Thorshammer (Mjölnir)

Der Hammer des Donnergottes Thor galt bei den Germanen als Symbol der Stärke, Tatkraft und für hohes Alter. Durch Rechtsextreme heutzutage verschob sich die Bedeutung des Symbols zu „kämpferisch“ und „völkischer Verbundenheit“. Die Wikinger nutzten den Thorshammer in Form eines Anhängers als Gegenstück zum christlichen Kreuz.

Auch heute wird das Symbol von der neonazistischen Szene am liebsten als Kettenanhänger getragen, weil es germanischen Ursprungs und nicht verboten ist. Bis nach dem ersten Weltkrieg war der Thorshammer das populärste Symbol der „völkischen Bewegung“. Einen unmittelbaren Bezug zur NS-Zeit gibt es aber nicht.

Da der Thorshammer allerdings auch in der Heavy-Metal-Szene, in neuheidnischen Szenen, bei Rockern, in der Schwarzen Szene und vereinzelt auch in alternativen Kreisen getragen wird, ist er allein kein Ausdruck für eine rechtsextreme Gesinnung. Oft wird der Thorshammer auch ohne jede symbolische Bedeutung als Ausdruck des Interesses an nordischer Kultur und der Wikingerzeit getragen.

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