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Brandanschlag gegen Antisemitismusbeauftragten Chronik rechter und rassistischer Gewalt der Woche

Hass und Hetze sind keine Einzelfälle. Sie treffen jeden Tag und überall in Deutschland Menschen – unerwartet und mitten im Alltag. Die Auswahl in dieser Chronik des Hasses bleibt absolut unvollständig, doch sie lässt erahnen, wie niedrig die Hemmschwelle für offenen Hass ist.

 
Rechte Gewalttaten sind „Botschaftstaten“: Sie treffen nicht nur die Opfer, sondern sind auch ein Angriff auf die Gruppe, für die die Opfer stehen. (Quelle: AAS)

Rechte Gewalt, Rassismus und Queerfeindlichkeit: ein Überblick vom 1. bis zum 6. Januar.

01.01.2026: Rechtsextremer Angriff auf linkes Wohnprojekt

In Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) greifen zwei junge Neonazis in der Silvesternacht das Hausprojekt “Güze 59” an. Mit Steinen attackieren sie das Haus, werfen Scheiben ein und zielen auch auf die Bewohner*innen. Währenddessen skandieren sie rechtsextreme Parolen und Morddrohungen.

https://www.jungewelt.de/artikel/515213.neonaziangriff-auf-linkes-wohnprojekt.html

02.01.2026: Hakenkreuz in Schnee gemalt 

In Kalkar (Nordrhein-Westfalen) malen Unbekannte vor einem Schulzentrum  ein mehrere Meter breites Hakenkreuz in den Schnee. Die Polizei hofft auf Video-Aufzeichnungen und bittet um Hinweise von Zeug*innen.

https://www.nrz.de/lokales/kleve-und-umland/article410842362/straftat-in-kalkar-hakenkreuz-wurde-am-schulzentrum-in-den-schnee-gemalt.html

04.01.2026: Brandanschlag und Morddrohung gegen Antisemitismusbeauftragten

In Templin (Brandenburg) verüben Unbekannte einen Brandanschlag auf einen Schuppen auf dem Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner. Die Feuerwehr kann den Brand löschen. Obwohl Büttner und seine Familie zu Hause sind, werden sie nicht verletzt. Die Täter hinterließen ein rotes Hamas-Dreieck an der Haustür.

Einen Tag später erhält Büttner einen Brief mit einer Morddrohung und Beleidigungen. Wieder hinterlassen die Täter ein rotes Hamas-Dreieck.

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-01/morddrohung-brandenburg-antisemitismusbeauftragter-andreas-buettner-gxe

06.01.2026: Rechtsextreme Schmierereien

In Marburg (Hessen) schmieren Unbekannte rechtsextreme Parolen auf die Seitenscheibe einer Bushaltestelle. Zusammen mit anderen Schmierereien entsteht ein Schaden von insgesamt 1150 Euro.

https://www.op-marburg.de/lokales/marburg-biedenkopf/marburg/marburg-nazi-parolen-und-weitere-schmierereien-UYUKETDJ7JARDHVMZOFZG3ER34.html?outputType=valid_amp

06.01.2026: Hitlergruß und Hakenkreuze im Klassenzimmer

In Langenleuba-Niederhain (Thüringen) zeigt ein zwölfjähriger Schüler während des Unterrichts den Hitlergruß. Als die Polizei zur Anzeigeaufnahme eintrifft, finden die Beamt*innen noch zahlreiche Hakenkreuze an den Wänden und Heizkörpern des Klassenzimmers.

https://www.otz.de/lokales/altenburger-land/article410878883/altenburger-land-12-jaehriger-zeigt-mitten-im-unterricht-den-hitlergruss.html

06.01.2026: Hitlergruß und antisemitische Parolen

In Aschaffenburg (Bayern) gerät ein 25-jähriger Mann in einen Streit und erhält einen Platzverweis. Diesem kommt er aber nicht nach und reagiert gegenüber der Polizei aggressiv. Er zeigt mehrmals den Hitlergruß und skandiert antisemitische Parolen.

https://www.main-echo.de/ressorts/blaulicht/randalierer-in-schweinheim-zeigt-hitlergruss-polizei-ermittelt-art-8647390

06.01.2026: Rechtsextreme Parole auf Supermarktparkplatz

In Piesport (Rheinland-Pfalz) ruft eine 49-jährige Frau auf einem Supermarkt-Parkplatz rechtsextreme Parolen. Ein Zeuge alarmiert die Polizei.

https://www.volksfreund.de/blaulicht/piesport-betrunkene-ruft-rechte-parole-auf-edeka-parkplatz_aid-141869991

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