Rechte Gewalt, Rassismus und Queerfeindlichkeit: ein Überblick vom 1. bis zum 6. Januar.
01.01.2026: Rechtsextremer Angriff auf linkes Wohnprojekt
In Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) greifen zwei junge Neonazis in der Silvesternacht das Hausprojekt “Güze 59” an. Mit Steinen attackieren sie das Haus, werfen Scheiben ein und zielen auch auf die Bewohner*innen. Währenddessen skandieren sie rechtsextreme Parolen und Morddrohungen.
https://www.jungewelt.de/artikel/515213.neonaziangriff-auf-linkes-wohnprojekt.html
02.01.2026: Hakenkreuz in Schnee gemalt
In Kalkar (Nordrhein-Westfalen) malen Unbekannte vor einem Schulzentrum ein mehrere Meter breites Hakenkreuz in den Schnee. Die Polizei hofft auf Video-Aufzeichnungen und bittet um Hinweise von Zeug*innen.
04.01.2026: Brandanschlag und Morddrohung gegen Antisemitismusbeauftragten
In Templin (Brandenburg) verüben Unbekannte einen Brandanschlag auf einen Schuppen auf dem Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner. Die Feuerwehr kann den Brand löschen. Obwohl Büttner und seine Familie zu Hause sind, werden sie nicht verletzt. Die Täter hinterließen ein rotes Hamas-Dreieck an der Haustür.
Einen Tag später erhält Büttner einen Brief mit einer Morddrohung und Beleidigungen. Wieder hinterlassen die Täter ein rotes Hamas-Dreieck.
06.01.2026: Rechtsextreme Schmierereien
In Marburg (Hessen) schmieren Unbekannte rechtsextreme Parolen auf die Seitenscheibe einer Bushaltestelle. Zusammen mit anderen Schmierereien entsteht ein Schaden von insgesamt 1150 Euro.
06.01.2026: Hitlergruß und Hakenkreuze im Klassenzimmer
In Langenleuba-Niederhain (Thüringen) zeigt ein zwölfjähriger Schüler während des Unterrichts den Hitlergruß. Als die Polizei zur Anzeigeaufnahme eintrifft, finden die Beamt*innen noch zahlreiche Hakenkreuze an den Wänden und Heizkörpern des Klassenzimmers.
06.01.2026: Hitlergruß und antisemitische Parolen
In Aschaffenburg (Bayern) gerät ein 25-jähriger Mann in einen Streit und erhält einen Platzverweis. Diesem kommt er aber nicht nach und reagiert gegenüber der Polizei aggressiv. Er zeigt mehrmals den Hitlergruß und skandiert antisemitische Parolen.
06.01.2026: Rechtsextreme Parole auf Supermarktparkplatz
In Piesport (Rheinland-Pfalz) ruft eine 49-jährige Frau auf einem Supermarkt-Parkplatz rechtsextreme Parolen. Ein Zeuge alarmiert die Polizei.